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St. Folle

Kalenderblatt Dezember 2021

Am 21. Dezember verurteilte das Reichsgericht zu Leipzig einen der Hauptinitiatoren des Kapp-Putsches.

Der Angeklagte Traugott von Jagow hatte als Oberregierungsrat des Regierungsbezirkes Potsdam an diesem gescheiterten Putsch im Jahr 1920 maßgeblich teilgenommen. Obwohl der Verdacht auf Hochverrat vorlag, verurteilte ihn das Gericht zu nur 5 Jahren Freiheitshaft. 1924 wurde von Jagow begnadigt. Danach klagte er erfolgreich die rückwirkende Zahlung seiner Staatspension ein.

Am 27. Dezember des gleichen Monats wurde in Köln ein Servierer wegen Preistreiberei zu drei Monaten Gefängnishaft und einer Geldstrafe von 10 000 Mark verurteilt. Er hatte für zwei Säfte den doppelten Preis verlangt und den Mehrgewinn einbehalten.

Die Justiz hatte Recht gesprochen!

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Steffen Stolle

Kalenderblatt November 2021

Nach der Novemberrevolution wurde nicht nur die Monarchie hinweggefegt und die Weimarer Republik gegründet, auch in der Arbeitswelt gab es weitreichende Reformen. Die Arbeitgeber machten den Gewerkschaften Zugeständnisse, um eventueller Enteignung zu entgehen. Das Recht der Arbeitnehmer wurde gestärkt. Am Dienstag, dem 15. November, erschien die Erstausgabe des Journals „Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht“. Es entstand in Zusammenarbeit der Universität Berlin mit dem Reichsministerium und dem Reichsamt für Arbeitsvermittlung.

Mit der Machtergreifung der NSDAP wurde 1933 der Druck eingestellt. 1984 kam es zur Neugründung der Zeitschrift. Sie begleitet seitdem die Entwicklung des Arbeitsrechtes.

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Steffen Stolle

Kalenderblatt Oktober 2021

Am 9. November wurde auf Initiative der Österreicher  Bertha von Suttner und Alfred Hermann Fried in Berlin die Deutsche Friedensgesellschaft gegründet. Die Vereinigung sah sich selbst als unpolitisch an. Sie verfolgte vor allem das humanitäre Ziel der Kriegsächtung. Im Zuge der Militarisierung des deutschen Kaiserreiches warnte  die Friedensgesellschaft vor einem nahenden Krieg. Die mahnende Stimme war jedoch zu schwach. Erst nach Beendigung des Ersten Weltkrieges gewann die  Friedensgesellschaft an allgemeiner Akzeptanz.

Am 5. Oktober 1921 forderte die Gesellschaft die  Abschaffung der Reichswehr. Bis zum Jahr 1927 gewann die Bewegung an Bedeutung. Sie hatte in dieser Zeit 30 000 Mitglieder. Aber auch revanchistische Kräfte, die den verlorenen Krieg nicht akzeptieren wollten, gewannen die Sympathien der  Bevölkerung. Ignoranz und Unwissenheit, Machtgier und imperialistischer Größenwahn, gepaart mit brauner Brühe, ließen Deutschland wiederholt in einen unmenschlichen Krieg schlittern.

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Steffen Stolle

Kalenderblatt August 2021

Kolonialismus und Rassismus sind unheilige Geschwister. Landnahme, Unterdrückung und Ausbeutung. 15 000 Schwarzen statt. Das Motto der Veranstaltung hieß: „Afrika den Afrikanern“. Der Schwarze Kontinent war damals fast vollständig unter  kolonialer Fremdherrschaft. Er selbst strebte nach Rassentrennung und lehnte jede  Zusammenarbeit mit Weißen ab.

Erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gelang es den Völkern Afrikas sich vom Joch des Kolonialismus zu befreien. Schließlich brachen weltweit alle Kolonialreiche zusammen. Die Unterdrückung und Ausbeutung aber blieb. Sie nahm nur  andere Formen an.

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